Kleid (Grundgarderobe): Sollte vielseitig verwendbar sein, je nach Gelegenheit durch Wechseln von Schuhen, Strümpfen, Accessoires tagsüber und auch abends zu tragen sein.
Klassischer Stil: Dieser Stil ist am meisten verbreitet, weil er Dezenz, Kompetenz, Würde und Eleganz ausstrahlt. Es ist unser Business-Stil. Ein Klassischer Look eignet sich, um Eigenheiten des Körpers zu kaschieren oder kompakte Figuren gut aussehen zu lassen. Klassischer Stil muss nicht alt aussehen, und viele Menschen, die in jungen Jahren avantgardistische oder sportliche Stile bevorzugt haben, ersparen sich in späteren Jahren manche Peinlichkeit, wenn sie ins klassische Fach wechseln und ihre avantgardistische Ausstrahlung dann nur mit entsprechenden Accessoires unterstreichen. Viele junge Frauen und Männer entscheiden sich schon früh für den klassischen Stil und interpretieren ihn auf ihre eigene Art und Weise. Da Klassik in gewisser Weise auch mit etablierten (und erhältlichen, also marktüblichen) Formen identifiziert wird, ist dieser Stil gleichzeitig derjenige, der die meisten Interpretationen zulässt. Viele Kleidungsstücke, die beispielsweise sportliche oder extravagante Elemente aufweisen, sind trotzdem noch klassisch, wenn Schnitt und Material der Handelsnorm entsprechen. Klassische Bekleidung zeichnet sich zunächst durch die Klarheit der Linie, glatte, hochwertige Materialien und durch Körpernähe aus. Körpernahe Schnitte strecken, wirken angezogen und bringen die Linien der Figur und ihre Bewegungen zur Geltung.
Klassische Düfte: Elegante bis klassisch-kühle oder leicht würzige Noten mit guter Haftbarkeit. Schwere/ orientalische oder zu fruchtige Düfte passen nicht zum klassischen Stil.
Kleidungsstile: Ob klassisch, locker-leger, avantgardistisch oder sportlich – Sie müssen sich immer wieder überlegen, welcher Stil zu Ihrer Persönlichkeit passt. Man-selber bleiben und sich trotzdem in einer Uniform zu präsentieren ist eine Gradwanderung. Im Geschäftsleben überwiegt der Klassische Kleidungsstil.
Knigge sind die Spielregeln, nach denen der gesellschaftliche Umgang funktioniert. Diese Etikette ist ein Bestandteil unserer täglichen – auch nonverbalen – Kommunikation. Ein gepflegtes Business-Outfit gehört dazu.
Konfektionsgrößen beschreiben nicht nur den Umfang eines Menschen, sondern auch seine Längenproportionen. Für Männer und Frauen gibt es Normale Größen, Lang- und Kurzgrößen – für Männer auch Bauchgrößen und untersetzte Größen. Die richtige Wahl der eigenen Größe bestimmt über eine gute oder schlechte Passform. Peinlich ist es, wenn man die Kleidung stets zu klein wählt, um eine Illusion der eigenen Figur aufrecht zu erhalten. In zu enger Kleidung sieht man nämlich grundsätzlich gewichtiger aus als in exakt oder locker sitzenden Teilen. S. a. unsere Merkhilfe "Der kleine Eikaufsbegleiter" (PDF).
Körperlinien in der Kleidung sollten den Linien der Figur entsprechen. Abgerundete, kurvige Körper tragen weiche Formen, Schnitte und Muster, gerade gebaute Körper tragen festere Materialien und kantigere Schnitte. Die Linie hat mit dem Gewicht nichts zu tun! S. a. unser Formular "Stil Check" (PDF).
Kragen, Kragenformen s. Kragenformen (Herren) , Kragenproportionen Herren und Kragenlösungen für Damen
Krawatten enden auf Gürtelhöhe. Wenn Sie breitere Hemdkrägen tragen oder groß sind, binden Sie auch den Knoten breiter und voluminöser. Ein Herr sollte mindestens zwei verschiedene Bindetechniken beherrschen: Einen schmal gebundenen Knoten (z.B. four-in-hand) für dicke Stoffe, einen voluminösen Knoten (z.B. Windsor) für dünnere Krawattenstoffe. Für einen voluminösen Knoten brauchen große Männer eine extralange Krawatte, damit sie noch genug Länge zum Binden haben und der Binder trotzdem bis an den Gürtel reicht. Tipps zum Binden gibt es als vergnügliche Lektüre im Internet (z. B. www.krawattenknoten.org) oder bei uns: Krawatten.
Krawatten für Frauen werden zum reizvollen Spiel männlicher und weiblicher Elemente, wenn man nicht übertreibt. Eine Krawatte mit Herrenanzug, Kurzhaarschnitt, Hut, No-Make-up, hochgeschlossenem Hemd und flachen Schuhen zu kombinieren, ist zuviel und wirkt sehr androgyn. Gut ist, wenn ein maskulines Element in der Erscheinung – in diesem Fall die Krawatte – von einem zweiten begleitet wird, zum Beispiel betonten Manschetten, einem strengen Nadelstreifen im Stoff oder flachen Schuhen im Herrenstil. So wirkt das Styling beabsichtigt statt zufällig, aber nie gewollt. Der Hemdblusenkragen darf geöffnet, sogar tiefer geöffnet sein. Gekonnt wirkt der angelehnte Herrenstil, wenn man auf klassische Farbkombinationen wie Schwarz-Weiß-Grau oder Tweed mit Champagnerweiß zurückgreift und nicht zu farbig wird. Stoff und Schnitt der Kleidung sollte aber grundsätzlich auf die (siehe) Linienführung der Frau abgestimmt sein, damit sie eine gute Figur macht. Das gleiche gilt für Frisur und Make-up – die sollten zur Frau passen – nicht zur Krawatte. Statt eines Blazers kann Frau ruhig auch Pullunder oder eine (taillierte!) Weste zur Krawatte kombinieren. Schön dazu sind lange Hosen, etwa eine Marlene, oder ein langer Rock mit Stiefeln.
Kurzarmhemd: Bis in das 18. Jahrhundert war das Hemd Teil der Unterwäsche eines Mannes, nach 1871 erst traten geknöpfte Formen auf. Die Geschichte erklärt, warum Herr bis heute fragen sollte, bevor er in Gegenwart einer Dame das Sakko ablegt. Vor diesem Hintergrund wirkt ein Kurzarmhemd – selbst im heißesten Sommer – so wenig angezogen wie Unterwäsche. Nicht nur im klassischen Business hat das Kurzarmhemd keinen Platz und wird von Geschäftspartnern insbesondere im internationalen Geschäft als stillos betrachtet. ‚Kurzarm’ bleibt der (sportlichen) Freizeit oder handwerklichen Aufgaben vorbehalten und sieht im Übrigen als Poloshirt aus Trikotware wesentlich attraktiver aus.
Kurze Beine sind schneidertechnisch leichter zu bedienen als zu lange Arme – das ist der Vorteil. Tragen Sie schmale Unterteile in weichen Stoffqualitäten, Hosen immer ohne Umschlag. Gut wirken auch Nadelstreifen oder Stresemann-Streifen. Tragen Sie höhere Absätze, sofern Sie darin gehen können.
Kurze Nasen wirken etwas länger, wenn Sie beim Brillenkauf ein Modell wählen, dessen Steg etwas höher sitzt. Bei einem Bühnen- oder Abend-Make-up können Sie die Nase etwas modellieren, indem Sie die seitlichen Nasenflügel etwas dunkler abpudern als den Grat. Dies funktioniert aber nur in künstlicher Beleuchtung – sonst sieht es sonderbar aus!
Kurzer Oberkörper: Lebhafte Farben bei Oberteilen. Tragen Sie den Gürtel in der Farbe oder farbharmonisch zum Oberteil. Längere Westen zaubern eine andere Proportion. Breite Taillengürtel bei Damen meiden!
Kurze Statur bei Frauen lässt sich mit ein paar Tricks überspielen: Eine auffälligere Frisur mit etwas mehr Volumen auf dem Oberkopf und genügend Schmuck in „Mediumsize“ lenken ab. Wenn Sie viel Gewicht haben, gewöhnen Sie sich eine etwas lebhaftere Mimik und Gestik an. Achten Sie auf einen guten BH und kurze bis mittellange, einreihige (!) Oberteile mit steigenden Revers. Ton-in-Ton, dunkle Farben, schmale Röcke und Hosen sowie flache Materialien strecken. Absätze bitte nur so hoch tragen wie sie darin souverän gehen können – keine Pfennigabsätze, wenn Sie übergewichtig und kurz sind!
Kurze Statur bei Männern verlangt nach einem exzellenten Haarschnitt, der an den Seiten schmal sein muss. Einreihige, hochgeschlossene Sakkos mit steigenden Revers sind zu bevorzugen, Hemdkragen und Krawatte sind klein bis mittelgroß. Wählen Sie flachere, nicht zu steife Stoffe in dunkleren Farben, die Sie möglichst Ton in Ton kombinieren. Hosen möglichst ohne Bundfalte und ohne Umschläge, schmal in der Form und optimal in der Passform. Bitte die Jackentaschen nicht vollstopfen!