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Sakkos und Blazer sehen immer angezogener und formeller aus als nur Weste und Bluse. Große Menschen tragen großzügige und längere Formen, eventuell zweireihig, zierliche Figuren tragen kurze Jacken, die einreihig geschlossen werden. Denken Sie daran, dass Formalität auch Distanz schaffen kann. Für manche Gespräche kann Hemd mit Weste oder Business-Rock mit Rollkragenpullover und Kette geschickter sein.

Schlankmacher: Dunkle Farben machen schlank, wenn Sie Ihnen zu Gesicht stehen. Das setzt voraus, dass Sie Ihren Farbtyp kennen. Die weitverbreitete Meinung, dass Schwarz schlank mache, ist nicht richtig: Wenn Schwarz Ihnen nicht steht, lenkt es den Blick des Betrachters weg vom Gesicht auf den Körper – und betont damit, was nicht betont werden möchte. Ton-in-Ton (also Farben, die in Farbeigenschaft und Helligkeitsgrad sehr nah beieinander liegen) macht schlank, genauso wie feine Muster und nicht zu breite Längsstreifen. Vermeiden sollten Sie große, grafische und kontrastierende Muster, Color-Blocking und starke Farbkontraste bei Ober- und Unterteilen. Vermeiden Sie daher auch Querbetonungen wie breite Gürtel, Hosenumschläge, zu wuchtige Taschen. Günstig ist es, wenn Sie zum Gesicht hin viel »passieren« lassen – zum Beispiel eine interessante Krawatte in einer klasse Farbe (die Ihnen steht!), eine auffällige Brille, guter Schmuck.

Schleifen oder Fliegen haben eine besondere Ausstrahlung! In einer gleichförmig mit Krawatten durchzogenen Geschäftswelt haben Sie als Persönlichkeit wenig Möglichkeit, sich individuell auszudrücken. Warum nicht mal zur Fliege greifen? Sie stört garantiert bei keinem Business-Lunch, ist fast schneller gebunden als eine Krawatte und verleiht Ihnen die besondere Note. Die Befürchtung, dass eine Schleife ‚unmännlich’ wirke, dürfen Sie getrost vergessen. Es wäre ja schlimm wenn die gesamte maskuline Ausstrahlung an einem Stück Stoff hinge! Als Mann können Sie die Schleife tragen wie eine Frau ein unvergleichliches Couture-Kleid: Auf die Haltung kommt es an! – und auf Ihren Instinkt, zu welcher Gelegenheit und in welcher Ausführung jeweils Ihre Fliege angebracht ist. In seinem Buch »Der Gentleman« vermutet Bernhard Roetzel, dass Unsicherheit über die Bindetechnik für das Verschwinden der Fliege aus unserem gesellschaftlichen Leben verantwortlich zeichne. Wir leben in einer sich ständig verändernden Welt, die (bestenfalls) Traditionen nicht infrage stellt, sie aber auch nicht verkrampft konservieren muss. Was spricht gegen vorgebundene Fliegen in einem Leben, das sich soviel schneller dreht als die Leben unserer Väter (die reichlich Zeit hatten, sich mit Bindetechniken zu beschäftigen) ? »Der Gentleman« bietet übrigens eine differenzierte Beschreibung der perfekten Bindetechnik für Schleifen an. Ob Sie »Sti« daran fest machen wollen, wer Ihre Schleife gebunden hat überlassen wir Ihnen. Sie merken: Dieses Stilmittel polarisiert. Und schon deshalb ist es etwas Besonderes. Welche Schleifen zu welchem Dresscode, zu welchem Anlass passt, verrät Ihnen unser Brevier »Schleifen für (fast) jeden Anlass!«. In Deutschland macht sich die Schleifenmanufaktur in Wiesbaden für Qualitätsschleifen stark; dort finden Sie auch eine hervorragende Bindeanleitung.

Schmale Schultern sind nicht wirklich ein Makel – nur sitzen die Obenteile oft nicht so gut. Nutzen Sie die Möglichkeiten der Mode: Schulterpolster, U-Boot-Ausschnitte, großzügige Krägen. Tragen Sie bei Oberteilen hellere Farben als unten und trainieren Sie Ihre Schultern und Arme, um die Form zu modellieren! Extratipp für Damen: Die Yogaübung »The dolphin« stärkt die Schulterpartie und hält die Oberarme straff und glatt ohne zu kräftige Muskeln aufzubauen.

Schmuck soll an der Erscheinung Highlights setzen, aber nicht ablenken. Ein richtiger ‚Hingucker’ ist besser als mehrere verteilte. Wenn Sie unsicher sind: Punktezählen! Die Form des Schmucks richtet sich nach der persönlichen Linie, bei Ohrringen auch nach der Gesichtsform. Schmuck ist eine wunderbare Möglichkeit, sich auszudrücken.

Schmuck-Aufbewahrung: Ob auf Reisen oder zu Hause – Ihr Schmuck will richtig aufbewahrt werden.

Schnitte sind figurgünstig, wenn Sie die Linie des Körpers wieder aufnehmen. Wenn Sie zum Beispiel eine Sanduhr-Silhouette mit schmaler Taille haben, ist eine kurze, kastenförmige Jacke im Chanel-Stil, welche die Taille übergeht, nicht vorteilhaft. Besser, Sie arbeiten MIT Ihrer Linie und bringen diese zur Geltung. Das unterstreicht die Persönlichkeit und die Körperbewegung!

Schönheitsfehler und kleine Unregelmäßigkeiten machen eine Persönlichkeit interessant. Wenn man sie nicht ändern kann, trägt man sie am besten mit Würde und Humor. Meistens nimmt die Umwelt diese Dinge viel weniger wahr als man selber.

Schuhe sollten dunkler als die Kleidung sein und immer gepflegt. Nur Lederschuhe wirken edel. Im Geschäftsleben sollten die Schuhe im Sommer mindestens vorne, sonst ganz geschlossen sein. Für Damen gibt es drei verschiedene Schuh-Kategorien: a) Schuhe zum Laufen (flache- und Sportschuhe), b) Schuhe zum Gehen (verschiedene Höhen mit breiteren Absätzen), c) Schuhe zum Stehen und ‚elegant aussehen’ (hohe und schmale Absätze). Ein C-Schuh beim Stadtbummel macht Ihnen das Leben unnötig schwer!

Schulterpolster können in der Form zur Figur passen: Eckige für gerade gebaute Körper, abgerundete für eine kurvige Silhouette. Tragen Sie nie mehr als zwei paar Schulterpolster übereinander.

Schwarz macht nicht schlank! Wenn Ihnen Schwarz nicht zu Gesicht steht (Frühlings-, Sommer- und Herbsttypen), und Sie deswegen blass wirken, fällt der Blick des Betrachters automatisch mehr auf den Körper – und man sieht jedes Gramm. Dennoch hat Schwarz eine kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung und sollte deshalb in einer (Business-) Garderobe vertreten sein – als dreiteiliger Anzug für Smart-Business-Anlässe, als Smoking, als Hosenanzug, den man bei einem traurigen Anlass als Geste des Respekts tragen sollte (auch wenn die Farbe einem nicht wirklich steht). Schwarz strahlt Dominanz, Distanz und geringe Emotion aus und ist daher aus strategischer Sicht für vertrauensbildende Gespräche nicht geeignet. In Kombination mit Goldschmuck wirkt Schwarz gerne billig – Weißgold, Platin und Perlen sind edler.

Seidentücher lassen sich schnell lauwarm per Hand durchwaschen und feucht bügeln.

Smart Business Dresscode bei Geschäftsanlässen, internationalen repräsentativen Meetings. Sie tragen: Hochwertiges Businesskostüm oder Hosenanzug, eventuell mit einem formellen Nadelstreifen, ein dunkler, vorzugsweise 3-teiliger Anzug für ihn.

Smart Casual Dresscode für Private Einladungen mit festlichem Anlass (Geburtstage, Weihnachtsfeiern). Sie tragen gehobene Freizeitkleidung wie Hosenanzug, Kleid oder Rock-Blusen-Kombination, getragen mit etwas mehr Schmuck. Qualitäten dürfen einen festlicheren ‚Touch’ haben – beispielsweise als glänzende Seidenbluse. Für den Herren Freizeithose, Sakko und Hemd (ohne Krawatte), Pulli oder Shirt.

Sommerfarben verstehen sich nach der Jahreszeitentypologie als die hellen, pastellweichen und kühlen (ja, kühlen!) Farben der Palette. Denken Sie an den bläulichen Dunstschleier über Sommerlandschaften. Die Sommergarderobe baut auf allen Grautönen, Rauchmarineblau und graustichigen Brauntönen auf – im der warmen Jahreszeit auch mal auf Offwhite. Farbe geben alle beerigen Rottöne von Himbeer bis Brombeer und Cassis, Rosa, mittlere und helle Blautöne sowie Blaugrün und ein helles Zitronengelb. Die passende Schmuckfarbe ist Silber/Weissgold/Platin.

sommerlich-elegant. Dresscode ohne verlässlichen Spielregen. Der Anlass – beruflicher Event oder eher privat – ist zu berücksichtigen. Die Wahl der Farbe ist eine gefühlsmäßige und geschmackliche Frage. Die Formalität des Anzugs sollte allerdings mindestens einem Dresscode 'Smart Business' entsprechen: Als Herr tragen Sie also einen dreiteiligen Anzug mit Weste – wenn Sie sich nicht für den klassischen Smoking entschieden haben.

Die Dame trägt mindestens einen festlichen Anzug, zum Beispiel aus Seide, mit hohen Ansätzen und festlichem Schmuck, besser noch ein Cocktailkleid oder eine schlicht-elegante Abendrobe in einer Farbe, die ihr wirklich steht. Ein weißer oder heller Anzug ist für so einen Anlass angemessen, wenn Sie der Typ dafür sind. Hellhäutige, blonde Männer wirken in einem hellen Anzug definitiv zu blass, während südländische, dunkle Hauttypen mit dunklem Haar darin sehr apart aussehen. Alternativ können Sie auch eine dunkle Hose mit einer fein gemusterten Weste tragen, die einen optischen Übergang zu dem weißen Sakko – analog einem Dinner-Jacket – schafft. Dazu ein festliches Hemd mit Fliege. Wenn Sie auf 'Nummer Sicher' gehen wollen, empfehle ich den dunklen dreiteiligen Anzug mit festlichem Hemd, Fliege und festlichen Schuhen.

Sonnenbrillen sind heute mehr denn je eine Imagesache! Schade, wenn dabei nur das Image des Designers oder Labels poliert wird – und nicht das eigene! Neben primären funktionalen Anforderungen (UVA-Strahlenschutz!) helfen Ihnen bei der Auswahl auch unsere Tipps zum Brillenkauf. Sonnenbrillen als eine Art Haarreifen zu tragen, ist attraktiv, wenn da Haare zum zurückhalten sind. Bei sehr kurzem oder wenig Haarvolumen verfehlt die Geste eher die Wirkung. Ähnlich verhält es sich übrigens mit dem Tragen von Sonnenbrillen in geschlossenen Räumen: Das wirkt alles andere als cool und ist in Gesellschaft auch sehr unhöflich.

Spannung – damit ist natürlich auch die Körperspannung gemeint, die einen Menschen attraktiv und beweglich macht. Spannend ist Ihr Outfit als Dame aber auch nur dann, wenn Sie enge und weite Kleidungsstücke miteinander kombinieren. Also: Die Schmale oder hautengeJeans mit dem weiten Pullover, die weite Marlene mit einem schmalen Oberteil und Décolleté. Extraweite Teile oben und unten wirken eher wie ein Gruß aus anderen Kulturen – körperenge Teile miteinander kombiniert wirken zu einseitig absichtsvoll und lassen keinen Raum mehr für Fantasie.

Sport: Entsprechend der Sportart, nach Möglichkeit in den Farben Ihrer Saison.

Sportlicher Stil wird geprägt von geradlinigen, fast männlichen Formen und kantigen Merkmalen wie Schulterklappen, Knöpfen in Kontrastfarben, festen Materialien, aufgesetzten Taschen oder flachen, derberen Schuhen. Man muss für eine sportliche Erscheinung nicht athletisch sein, sollte aber auf eine gewisse Körperspannung achten, die sich durch regelmäßige Bewegung immer entwickelt. (Das gilt eigentlich für alle!) Ähnlich wie der lockere Typ verbringt auch der sportliche weniger Zeit mit seinem Outfit, will aber trotzdem jederzeit gut angezogen sein. Er hat keine Lust, sich erst bei einem Anlass Gedanken darüber zu machen, ob er passend und typgerecht gekleidet ist. Daher gibt der sportliche Mensch für Artikel, vor allem Markenartikel, relativ viel Geld aus – weil er eine einfache, wenig zeitintensive Garderobe schätzt. Der sportliche Stil eignet sich besonders für jüngere Leute und sollte deshalb regelmäßig überdacht werden. Ab einem gewissen Alter strahlt ein klassischer Stil mit sportlichen Elementen mehr Kompetenz aus. Im Beruf sollten besonders Frauen darauf achten, dass sie nicht zu hart wirken.

Sportliche Düfte: Grüne Cypre-Noten, mit androgynem Charakter. Manche sportliche Frauen bevorzugen Herrendüfte. Sportliche Männer tragen herb-holzige, etwas erdige Noten mit Erfolg.

Statur s. Damen kurze Statur, Damen lange Statur, Herren kurze Statur und Herren lange Statur

Stiefel sind ein tendenziell sportlicher Schuh und sollten keine zu hohen und vor allen Dingen keine dünnen spitzen Absätze haben. Die Proportion stimmt sonst nicht.

Stil hat wenig mit Trend zu tun. Wer den angesagten Trends hinterher rennt und die eigenen charakteristischen Eigenheiten dabei nicht berücksichtigt, macht sich eher zum Fashion Victim. Das Wissen um die persönlichen Farben, die Linienführungen von Gesicht, Körper und Gesichtszügen, eine klare Idee von der eigenen Persönlichkeit und deren Ausstrahlung, dem Lebensstil sowie ein Gespür für Umwelt und Etikette machen letztlich das aus, was guter Stil ist. Nicht zu vergessen die einzigartige innere Haltung, die ich ‚grace of mind’ nennen möchte: Denn schlechtes Benehmen anderen gegenüber oder auch unfaires oder gedankenloses Geschäftsgebahren haben nun mal keinen Stil.

Stildetails machen den Unterschied aus – s. Stildetails Damen und Stildetails Herren

Stillosigkeiten kommen immer wieder vor – damit Sie nicht aus Unkenntnis eine solche begehen habe wir Ihnen eine kleine Liste zusammengestellt.

Stiltypen: Ihr Stil hat grundsätzlich mit der Persönlichkeit und Ihrem Lebensstil zu tun. Es gibt etwa 4 Stiltypen, wobei sich manche Menschen zu zwei oder mehr Stilen hingezogen fühlen. Wichtig ist auch die Entscheidung, wie viel Zeit man bereit ist, mit dem Thema Stil und Styling zu verbringen. Natürliche Typen (legere und sportliche) verwenden weniger Zeit auf ihr Styling. Aufwändigere Stile (klassisch und avantgarde) verwenden mehr Zeit auf die persönliche Inszenierung. Entscheidend ist, dass man merkt, wenn man einen Stil nicht mehr tragen kann – zum Beispiel, wenn man älter wird und sich auch als Persönlichkeit verändert hat.

Stoffe für abgerundete Körperlinien sind weicher und fließend: Leichte Woll- oder Wollmischgewebe mit weicherem Faltenwurf (oft köperbindig), Feincord, feine Wirkwaren wie Jersey, Feinstrick, Viscose-Qualitäten, Crêpe de Chine. Gerade Körperlinien wirken besser in festeren Stoffen (oft Herrenstoffe), Cord, Samt, Leinen, Popeline und gröberem Strick.

Strategische Farben: Farben als solche haben eine energetische Wirkung, auf welche die Umwelt unbewusst reagiert. Schwarz als eine Farbe der Distanz und Emotionslosigkeit ist kaum geeignet für ein kritisches Gespräch, in dem man den anderen für sich gewinnen möchte. Hier ein paar der wichtigsten Farbwirkungen: Rot = Dynamik, Agression (klasse für einen grossen Auftritt, ungeeignet für versöhnliche Versuche), Grau = Neutralität, Hintergrund, Blau = Kompetenz, Kontrolle (DIE Moderatorenfarbe), Braun = Wärme, Entspannung, Weiss = Klarheit, Eigenständigkeit (Element Metall).

Strümpfe werden auf Rock-/Hosensaum oder die Schuhe abgestimmt. Laufmaschen oder auch rutschende Socken lassen sich vermeiden – zum Beispiel durch Ersatzstrümpfe und das Tragen von Kniestrümpfen.